Biografie     Frauen     Kubismus     Guernica     Links     Kontakt    
Der Kubismus wurde zunächst vom französischen spätimpressionistischen Maler Paul Cézanne definiert, ohne es selbst zu wissen. Er behauptete, dass sich alle Formen der Natur auf Kugel, Kegel und Zylinder zurückführen lassen.

Die neue Kunstrichtung entstand in einem sechs Jahre andauernden Dialog zwischen Picasso und Braque. Ihre Freundschaft war legendär und ihre Persönlichkeiten so verschieden wie sie nur sein konnten, sowohl im Temperament, im geistigen Ansatz und in der malerischen Begabung. So inspirierten sich die zeitweise auch rivalisierenden Partner gegenseitig und revolutionierten die Kunst des 20. Jahrhunderts.

Die erste Phase nannte sich „analytischer Kubismus“. Er war gekennzeichnet durch die komplette Zerlegung von Motiven in die entsprechenden kubistischen Formenelemente. Dabei wurde auf alle Regeln, die Licht und Schatten oder Perspektive betrafen, verzichtet. Die Farbpalette wurde auf gedämpfte Töne wie grau, braun oder dunkles grün reduziert. Durch Experimentieren und Einbringen von anderen Gegenständen („Objets trouvés“), wie Zeitungsausschnitten oder Etiketten wurde bald darauf die Collage erfunden. Dabei entfernte man sich immer stärker vom Motiv.


Die zweite Phase, die genau das Gegenteil der ersten darstellte, lag nun nahe. Sie nannte sich „synthetischer Kubismus“. Hier fing man mit einem Werk auf sehr abstrakte Weise an und erarbeitete sich die gegenständlichen Bezüge erst im Laufe der Zeit. Picasso beschrieb diese Arbeitsweise mit dem berühmten Zitat: “Ich suche nicht, ich finde.“ Während Braques Werke aber meist abstrakt blieben, reizte es Picasso immer, instinktiv aus allem Figuren herauszuarbeiten, und sei es nur aus einem Farbklecks.